- Remscheid
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Zu unserem fünftägigen Workshop zum Thema "Fantasy im Theater" hatten sich sieben Kinder zwischen 11 und 14 Jahren angemeldet. Neben den üblichen Schauspielübungen (körperliches Aufwärmen, Gruppenspiele, Bewegungen, Ensemble- und Teamwork) sind wir erst mal theoretisch gestartet. Jeder durfte eine fantastische Figur erfinden und eine Situation, in der sich diese Figur befindet. Die ersten zwei Workshoptage waren also mit Schreiben, Zeichnen und Diskussionen ausgefüllt.
Anschließend haben wir festgestellt, dass man die erfundenen Szenen wunderbar zu einem kleinen Theaterstück verbinden kann. Also wollten wir keine sieben Szenen hintereinander präsentieren, sondern eine kleine gemeinsam erzählte Geschichte. Es entstand somit ein kleines Werk mit dem Titel "Die Realität" – dieses wurde an drei Tagen fleissig geprobt.
Zum Inhalt: Zwei gute Feen treffen sich auf einen Kaffee und tauschen sich genervt darüber aus, dass sie immer und immer wieder Gutes tun sollen und gewisse Personen (zum Beispiel Prinzessinnen) eine arrogante Anspruchshaltung an den Tag legen ... Damit soll jetzt mal Schluss sein! Also sucht man sich Inspiration und blickt durch eine Zauberkugel in die Realität. Zu sehen ist dort ein Junge, der sich so sehr einen Spielzeugroboter wünscht. Sein strenger Vater erlaubt ihm den Kauf, aber nur, wenn er vorher seine schulischen und häuslichen Pflichten erledigt. Die Feen merken: "Aha, man muss also Leistung erbringen, um seine Ziele zu erreichen. Das wäre ja mal eine gute Lektion für diese eitlen Prinzessinen!"
Das Stück hatte schlussendlich eine Dauer von zehn Minuten. Ausgestattet mit Kleidern, Schminke, Licht, Ton und einem schlecht gelaunten Roboter konnten wir am Freitag zum Ende der Workshopwoche das Ergebnis den Eltern, Großeltern und Freunden präsentieren.













